Bauen im Winter: Worauf kommt es dabei an und worauf sollte man achten?

Eisige Temperaturen und gefrierendes Wasser waren in der Vergangenheit Gründe dafür, warum Bauvorhaben nicht im Winter umgesetzt wurden. Allerdings haben sich Technik sowie Baumaterialien mit der Zeit stark verändert, sodass der Winter für Bauherren heute kein unüberwindbares Hindernis mehr darstellt. Trotzdem gilt es einige wichtige Faktoren bei winterlichen Bauvorhaben zu berücksichtigen. Welche das sind, verraten die folgenden Zeilen.

Wohnblockhaus im Winter
Wohnblockhaus im Winter

Warum lassen sich Bauvorhaben heute auch in der kalten Jahreszeit realisieren?

Noch vor einigen Jahrzehnten war es so, dass der Rohbau spätestens bis zum Einbruch des Winters fertiggestellt sein musste. Dies war vor allem deshalb der Fall, da die Rohbauten vor dem Beginn der darauffolgenden Bauphase eine ausgiebige Trocknungszeit benötigen. Aufgrund neuartiger Baumaterialien hat sich dieser Umstand allerdings vollkommen gewandelt. So erlauben moderne Baustoffe heute eine Verarbeitung bei Temperaturen oberhalb von 5 Grad Celsius. Auch Baugruben lassen sich je nach Witterungsbedingungen sogar noch zwei Wochen vor Weihnachten problemlos ausheben. Sinken die Temperaturen jedoch unter 5 Grad Celsius, so sollten auch bei modernen Baumaterialien entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Damit es hier nicht zu Komplikationen kommt, ist eine genaue Planung der Bauarbeiten essentiell wichtig.

Welche Herausforderungen bringt das Bauen im Winter mit sich?

Bewegen sich die Temperaturen tendenziell auf den Nullpunkt zu, drohen ohne passende Vorkehrungsmaßnahmen kritische Gefahren. So kann es passieren, dass wasserlösliche bzw. wasserbindende Materialien wie Mörtel, Putz und Beton ihre Eigenschaften verändern. Weiterhin können Elemente wie Wasserleitungen Schäden durch Frost und Feuchtigkeit erleiden. Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass Öffnungen des Rohbaus rechtzeitig verschlossen werden und der Innenbereich beheizt wird. Um Schimmelbildung zu vermeiden, ist weiterhin eine regelmäßige sowie umfangreiche Durchlüftung notwendig. Durch die Verarbeitung von Baustoffen wie Putz oder Estrich gelangt sehr viel Wasser in die Innenräume, welches sich im Winter schnell an bestimmten Stellen sammeln kann. Zu beachten ist, dass die Wärmeerzeugung durch elektrische Heizungen schnell ins Geld gehen kann, weshalb die zusätzlichen Kosten im Vorfeld mit in die Planung einzubeziehen sind.

Was für Vorteile bieten in diesem Zusammenhang Blockhäuser aus Holz?

Im Gegensatz zu gemauerten Häusern mit Decken aus Beton bestehen Blockhäuser aus natürlichen Holzbohlen. Ein großer Vorteil ist hier, dass die Holzelemente völlig unempfindlich auf Frost reagieren und deshalb auch im Winter verarbeitet werden können. So bleiben die Holzbohlen auch bei Frost stets trocken und sauber. Damit ein Blockhaus im Winter erbaut werden kann, ist es allerdings wichtig, dass das Fundament bereits fertig gelegt wurde. Wurde das Fundament beispielsweise rechtzeitig im Spätsommer oder Herbst gelegt, können Arbeiten am Rohbau bei Temperaturen bis maximal -10 Grad Celsius problemlos durchgeführt werden. Ein allgemeiner Nachteil von Bauarbeiten im Winter ist die Tatsache, dass die Bauarbeiten durch einen Mehraufwand gekennzeichnet sind, da zum Beispiel das Fundament zum Baubeginn und entsprechende Zuwege kontinuierlich enteist und vom Schnee befreit werden müssen. Im Blockhausbau ist ein kontinuierlicher Frost im Winter vorteilhafter als ein Dauerregen im Sommer.

Warum sollte das Fundament schon im Herbst fertiggestellt sein?

Fundament im Herbst - Montage im Winter
Fundament im Herbst - Montage im Winter

Ein Bodenaushub ist nur dann möglich, wenn sämtliche Bestandteile des Bodens frostfrei sind. Hinzu kommt, dass der aufgetragene Beton einige Zeit benötigt, um richtig aushärten zu können. Während kurzweilige Minusgrade das Abbinden nicht sonderlich beeinträchtigen, sorgen längere Frostperioden schnell für große Probleme. Abhilfe kann hier mit Abdeckungen oder speziellen Frostschutzmitteln geleistet werden. Frostschutzmaßnahmen wie Verschalungen oder Folien sollten dabei so lange wie möglich am Beton verweilen. Eine Faustregel besagt hier, dass die Abdeckungen mindestens sechs Wochen den Beton schützen sollten. Wer hier das richtige Zeitmanagement besitzt, kann bereits im nächsten Frühjahr mit der Anlegung des Gartens beginnen. In vielen Broschüren von Unternehmen im Baubereich wird deshalb darauf hingewiesen, dass beim Bauen im Winter die besonderen Bedingungen und Witterungsverhältnisse berücksichtigt werden müssen.

Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

Wie sich zeigt, lassen sich Bauarbeiten mit der richtigen Planung sowie den passenden Materialien heute auch problemlos im Winter durchführen. Ein wesentlicher Vorteil von Bauarbeiten im Winter ist die Tatsache, dass Firmen sich zu dieser Jahreszeit in der Nebensaison befinden und entsprechend viele Kapazitäten frei haben. 

 

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Verantwortlich für diesen Artikel sind die Autoren Per Schwarz/ Nord Display GmbH


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